Gefahrguteinsatz nach Ammoniakaustritt

Aus bislang noch ungeklärter Ursache kommt es am Freitag Vormittag zu einem Leck in einer Ammoniakleitung in einem Industriebetrieb in Altenburg. Ammoniak ist ein stark stechend riechendes, farbloses und vorallem giftiges Gas. Es wirkt reizend und erstickend, stellt also eine erhebliche Gefahr für Menschen dar. Circa 250 Mitarbeiter mussten evakuiert werden. Ein Mitarbeiter wurde zur weiteren Behandlung in das Altenburger Klinikum eingeliefert. Die ersteintreffenden Kräfte der Berufsfeuerwehr Altenburg konnten einen starken Austritt des Stoffes feststellen und alarmierten daraufhin den kompletten Gefahrgutzug des Landkreises.

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Diesem Zug gehören auch die Schmöllner und Großstöbnitzer Kräfte an. Aus Schmölln starteten umgehend ELW 1, LF 16/12, GW-Haus sowie der GW-Gefahrgut – aus Großstöbnitz HLF und TLF. Vor Ort rüsteten sich zwei Trupps aus Schmölln mit Cheminkalienschutzanzug (CSA) aus. Der erste Trupp unterstützte hierbei den CSA-Trupp der Feuerwehr Altenburg. Schnell konnte das Leck geschlossen werden. Im weiteren Verlauf führte der Trupp noch Messungen im Bereich der Leckage aus. Dabei wurde eine erhöhte Konzentration an Ammoniak festgestellt werden. Dem zweiten Schmöllner CSA-Trupp, stand eine nicht weniger schweißtreibende Aufgabe bevor. Es galt im gesamten Gebäude Fenster zu öffnen, um eine optimale Belüftung herbeizuführen. Ein dritter CSA-Trupp aus Schmölln spülte im weiteren Verlauf die Halle, um eventuell vorhandene Ammoniak-Rückstände zu neutralisieren und eine Gefahr damit endgültig zu bannen. Während der kompletten Zeit stellte ein weiteres Schmöllner Team einen Sicherheitstrupp, ebenfalls unter CSA. Nach den Arbeiten wurden die Trupps durch die Kräfte der Meuselwitzer Wehr in einer Dekontaminationsstrecke gereinigt und entkleidet – ein sehr schwieriger Vorgang, bei dem es gilt, eine Kontaminationsverschleppung zu verhindern. Anschließend konnte der Einsatz beendet werden. Während die Knopfstadtretter in Altenburg gebunden waren, besetzten die zwischenzeitlich aus dem Einsatz gelösten Kräfte aus Großstöbnitz die Feuerwache am Brauereiteich, um den städtischen Brandschutz in vollem Umfang sicherzustellen.

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Donnerstag, Januar 17, 2019